Jagdhaus und Schlossteich Grillenburg

Jagdhaus Grillenburg um 1700 (Gemälde von 1936)Das Jagdhaus Grillenburg im Herzen des Tharandter Waldes ist eines der letzten erhaltenen  Gebäudeteile der ehemals weit- läufigen Jagdhausanlage Grillen- burg, die von 1554 bis 1558 auf Befehl von Kurfürst August errichtet wurde. Dieser Jagdsitz sollte nach seiner Vorstellung dazu beitragen, ihm seine "Grillen" , also Kummer und Sorgen zu vertreiben. Zugleich war hier auch der Verwaltungs- sitz des Amtes und der Justiz von Grillenburg-Tharandt , sowie die Arbeitsstelle des Forst- meisters untergebracht.

Nach dem Abriss der Hauptgebäude wurde das Verwaltungsgebäude, die Schösserei, 1855 im Biedermeierstil zu einem Jagdschloss der sächsischen Könige umgebaut. Später wurden die hinteren Teiche verfüllt und die Fläche landwirtschaftlich genutzt.

Nach 1918 wurde der erste "moderne" Gondelbetrieb auf der Teichseite vor dem Jagdschloss aufgenommen.

1936 erfolgte der Umbau der Anlage zum "Sächsischen Jägerhof". Dabei wurden die alten Teiche wieder nutzbar gemacht, neue Wasserführung- und Wasserhalterung gebaut und für das normale Volk komplett gesperrt.

Die romantische Ansicht des Jagdschlosses Grillenburg, wird seit 1730 durch die über den heutigen Gondelteich führende, wahrscheinlich nach Plänen von Matthäus Daniel Pöppelmann erbaute Steinbrücke, geprägt. Die solide und gleichzeitig romantische Wirkung wird uns von allen Gästen, die sie auf ihrer Gondeltour durchfahren, immer wieder bestätigt.

Der Gondelbetrieb noch am Schloßufer.
Brückenspiegelung
Schlossspiegelung

 

 

Jagd nach dem letzten Bären
Das älteste Jagddenkmal (vermutlich 16. Jh.) im Tharandter Wald erinnert an die Jagd nach dem letzten Bären. Die zwei stark verwitterten Sandsteinfiguren Jäger und Bär standen einst im Naundorfer Revier und sind heute unterhalb des Zeisigsteines im Forstbotanischen Garten Tharandt zu finden.

Die letzte Sauhatz
1562 fand die letzte Sauhatz von der Burg Tharandt aus statt, die deshalb noch einmal renoviert wurde.
Das Ergebnis dieser Jagd unter Kurfürst August waren:

8

hauende Wildschweine,

40

Bachen,

64

Frischlinge und

58

Hirsche.

Innenhof des Jagdschlosses
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